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Echte Toleranz gründet auf festen Standpunkt. So kann ich um des anderen willen, selbst Überzeugung achten, die ich nicht teile. Ich kann sie erdulden, ertragen (lat. tolerare), ohne meinen eigenen Standpunkt leugnen zu müssen. Peter Hahne Schluss mit lustig – das Ende der Spaßgesellschaft  Es stimmt - die Entscheidung, diesen kleinen Landwirtschaftsbetrieb auf alternative Wirtschaftsweise umzustellen ist uns wirklich nicht leicht gefallen. Vielleicht lag die Erkenntnis oder besser gesagt der Mut, es anders zu machen viel weiter zurück, als wir es je ahnten. Es war, glaube ich, in meiner Kindheit. Die ersten Sonnenstrahlen erwärmten den alten Dachboden meines elterlichen Bauernhauses auf ein erträgliches Maß an Wärme, um dann in alten Kisten und Truhen nach Verborgenen zu stöbern. Es war meist um die Mittagszeit. Vater war auf der LPG arbeiten und Großvater schlief fest auf seinem Kanapee. Das Tapsen und Quietschen auf dem Oberboden konnte er nicht hören. Oben auf dem Dachboden fielen mir alte Bücher und Aufzeichnungen in die Hände, Niederschriften vom Tagwerk auf dem Bauernhof. Bunte Kartenblätter kamen hervor, worauf die Anzahl von Mistfudern und Jauchenfässern, die Fruchtfolge und Erntemenge mit feiner Handschrift in Tusche geschrieben stand. Dazu ein unzähliger Fundus über Ackerbau und Wetterdaten. Das ist der elterliche Bauernhof Heinze in Schleben, gemalt von Anton Hahn & Sohn 1910. Als Kind nahm ich diese Aufzeichnung mit unter meine Bettdecke, las und studierte diese heimlich mit der Taschenlampe. Irgendwann kam mir die Frage in den Sinn, warum sollte diese Wirtschaftsweise heute nicht mehr funktionieren?
Generationen vor uns haben die Landwirtschaft so betrieben, wie es ein guter „Wirt“ mit seinen Gästen zu tun pflegt – „Umsichtig“! Also, Großvater hat’s mit der Landwirtschaft so gemacht, Urgroßvater und Ururgroßvater ebenso. Und siehe, es war gut.
Ich glaube, das war der Anstoß.
Wenn ich recht darüber nachdenke, ist das eigentlich die konventionellste Form der Landbewirtschaftung.
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