|
„Würdevoll“, dieses fast schon altdeutsche Wort hat uns tief berührt. Wer spricht es heute noch aus? Ein Gedicht von Julius Sturm umschreibt dieses Wort treffend: Der Bauer steht vor seinem Feld und zieht die Stirn in Falten: Ich hab den Acker wohl bestellt und gute Aussaat streng gehalten, nun sieh mir einer das Unkraut an, das hat der böse Feind getan! Da kommt sein Knabe hoch beglückt mit bunten Blumen reich beladen, im Felde hat er sie gepflückt, Kornblumen sind es Mohn und Raden. Er jauchzet: sieh nur Vater diese Pracht das hat der liebe Gott gemacht. Julius Sturm Eben gerade allem anderen Geschöpf diese Würde gegenüber zu erbringen ist unsere Intuition. So werden z.B. unsere Tiere artgerecht gehalten und liebevoll umsorgt. Auch ist es für uns eine Bereicherung, Wildkräuter und Wildgräser in unseren Kulturbeständen wieder zu entdecken oder Insekten, Vögel und sonstiges Getier zu beobachten. Wir betrachten sie nicht als Feinde in unserem Landbausystem, sondern als Gegenspieler und Anzeiger für ein Gleichgewicht im ökologischen System. Durch intensive Beobachtungen, insbesondere ihrer allelopathischen Beziehungen untereinander, geben sie uns entscheidende Hinweise für unser ackerbauliches Handeln.

|