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Donnerwetter! Unlängst hörte ich einen Landwirt wettern, als er von den fünf Feinden des Bauern sprach. Dazu zählte neben den vierJahreszeiten noch die GAP-Reform.
Wir sind anderer Meinung. Wie schön, dass es die Jahreszeiten gibt. Und dennoch gibt es Regionen auf dieser Welt, die so eine Fülle nicht haben.
Für diesen Reichtum in diesem „Gunstgebiet“ zu wirtschaften, sollten wir sehr dankbar sein. Manchmal hilft auch die Erinnerung bei so einem Geschwätz. Vor nicht all zu langer Zeit wurde in unserem Lande gern der Spruch geprägt „Auch ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.“ Na ja, lange hat ER es sich dann nicht mit angesehen.
Viele Gedichte umschreiben diesen Jahreszyklus treffend und die Vorfreude auf jede Jahreszeit wird mit manchem Bildgeweckt. 

 

Frühling


ImageIm Winde wehn die Lindenzweige,
von roten Knospen übersäumt.
Die Wiegen sind's, worin der Frühling
die schlimme Winterzeit verträumt.

(Theodor Storm)

 

Sommer

Nach dem Regen

ImageDie Vögel zwitschern, die Mücken
Sie tanzen im Sonnenschein,
Tiefgrüne feuchte Reben
Gucken ins Fenster herein.
Die Tauben girren und kosen
Dort auf dem niedern Dach,
Im Garten jagen spielend
Die Buben den Mädeln nach.
Es knistert in den Büschen,
Es zieht durch die helle Luft
Das Klingen fallender Tropfen,
Der Sommerregenduft.

(Ada Christen, 1839-1901)

 

Herbst

Die Blätter fallen… 

ImageDie Blätter fallen, fallen wie von weit, 
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

 

Winter

Winternacht 

ImageVerschneit liegt rings die ganze Welt, 
ich hab' nichts, was mich freuet,
verlassen steht der Baum im Feld,
hat längst sein Laub verstreuet.
Der Wind nur geht bei stiller Nacht
und rüttelt an dem Baume,
da rührt er seinen Wipfel sacht
und redet wie im Traume.
Er träumt von künft'ger Frühlingszeit,
von Grün und Quellenrauschen,
wo er im neuen Blütenkleid
zu Gottes Lob wird rauschen.


(Joseph Freiherr von Eichendorff)

 
 
 
Losung für Mittwoch, 22. Februar 2012
Du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Gleiten.
Psalm 116,8

Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir! Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn.
Matthäus 14,29-31
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